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„Circular.NRW“: Neue Allianz bringt Circular Economy in NRW voran

Bildquelle: VDMA NRW

Gemeinsam Kreisläufe schließen

Jährlich bis zu 125 Milliarden Euro Wertschöpfung durch Circular Economy allein in der Industrie: Dieses Wachstumspotenzial prognostiziert eine aktuelle Studie für zirkuläres Wirtschaften in Deutschland. Nordrhein-Westfalen will sich dabei als führender Standort in Europa etablieren. Um diesen Wandel aktiv voranzutreiben, bündeln die Akteure der nordrhein-westfälischen Kreislaufwirtschaft ab sofort ihre Kräfte in der „Allianz für Circular Economy“, kurz „Circular.NRW“. Zum Auftakt unterzeichnen Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur, Umweltminister Oliver Krischer und Dr. Katharina Schubert, Geschäftsführerin der Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz, mit den Gründungsmitgliedern der Allianz eine Grundsatzerklärung.

Das Land hat sich mit seiner jüngst veröffentlichten Kreislaufwirtschaftsstrategie klare Ziele gesetzt: Wirtschaften in NRW soll künftig stärker in Kreisläufen funktionieren, Ressourcen sollen länger genutzt und Materialien wiederverwendet werden. Damit diese Ziele Wirklichkeit werden, ist die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft entscheidend. Die neue, von Umwelt- und Wirtschaftsministerium initiierte und bei NRW.Energy4Climate angesiedelte Dachmarke „Circular.NRW“ bietet dafür nun den entsprechenden Rahmen. Sie ermöglicht den Akteuren der nordrhein-westfälischen Kreislaufwirtschaft, Synergien zu schaffen und die Sichtbarkeit ihrer Aktivitäten zu erhöhen. Auf der heutigen Fachtagung „Wirtschaftsfaktor Circular Economy: Strategien zur Umsetzung in Nordrhein-Westfalen“ in Duisburg schließen sich zentrale Akteurinnen und Akteure der Circular Economy erstmals unter dem Dach von Circular.NRW zusammen. Mit der Unterzeichnung der Allianz-Erklärung wird aus vielen engagierten Akteurinnen und Akteuren eine sichtbare gemeinsame Bewegung.

Zum Hintergrund

Eine starke Kreislaufwirtschaft ist entscheidend für ein wettbewerbsfähiges und widerstandsfähiges Nordrhein-Westfalen. Zirkuläre Geschäftsmodelle stärken die Wettbewerbsfähigkeit, verringern Importabhängigkeiten bei kritischen Rohstoffen, schaffen zukunftssichere Jobs und ermöglichen neue Wertschöpfung: Die im Mai 2026 erschienene Studie der Boston Consulting Group im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie prognostiziert allein für die deutsche Industrie ein realistisches Wachstumspotenzial der jährlichen zirkulären Wertschöpfung von derzeit rund 60 Milliarden Euro auf bis zu 125 Milliarden Euro. Untersucht wurden die Sektoren Mobilität, Maschinenbau, Bauwesen, Energie und Textil, die für zirka 60 Prozent der industriellen Wertschöpfung in Deutschland stehen.