Im Juni 2026 lag der Auftragseingang im nordrhein-westfälischen Maschinen- und Anlagenbau 4 Prozent unter dem Vorjahreswert: Während das Inlandsgeschäft zulegte, gingen Bestellungen aus dem Ausland zurück.
Der Auftragseingang im nordrhein-westfälischen Maschinen- und Anlagenbau lag im Juni 2026 real um 4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Während das Inlandsgeschäft um 17 Prozent zulegte, gingen die Bestellungen aus dem Ausland um 13 Prozent zurück. Dabei verzeichnete der Nicht-Euroraum ein Minus von 18 Prozent, während die Aufträge aus den Euroländern um 1 Prozent abnahmen.
Im aussagekräftigeren, weniger schwankungsanfälligen Dreimonatszeitraum von April bis Juni 2026 lag der Auftragseingang insgesamt um 7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Die Inlandsnachfrage legte zwar leicht um 2 Prozent zu, die Auslandsnachfrage verzeichnete aber ein Minus um 10 Prozent. Besonders deutlich fiel der Rückgang dabei im Nicht-Euroraum mit minus 12 Prozent aus, während die Bestellungen aus dem Euroraum um 6 Prozent unter dem Wert von 2025 blieben.
Der Blick auf das erste Halbjahr 2026 zeigt, dass die Auftragseingänge gegenüber 2025 um 8 Prozent abnahmen. Im Inland gingen die Orders dabei um 10 Prozent zurück. Der Orderrückgang aus dem Ausland betrug 8 Prozent, wobei die Bestellungen aus den Euroländern um 9 Prozent und aus dem Nicht-Euroraum um 7 Prozent zurückgingen.
Das erste Halbjahr war im nordrhein-westfälischen Maschinen- und Anlagenbau von einer anhaltenden Schwäche beim Auftragseingang geprägt. Gleichzeitig entwickelten sich auch die Umsätze der Unternehmen rückläufig.
Die herausfordernden Halbjahreszahlen werden sich auch auf das Gesamtjahr auswirken: Vor diesem Hintergrund sieht sich der VDMA NRW veranlasst, die unter positiveren Vorzeichen getroffene Umsatzprognose für den nordrhein-westfälischen Maschinen- und Anlagenbau nach unten zu korrigieren und erwartet für das Jahr 2026 nun einen nominalen Umsatzrückgang von 2 Prozent statt des bislang prognostizierten Wachstums von 1 Prozent. Zugleich verbindet der Verband dies mit dem politischen Appell, die Forderungen der Branche und des VDMA nach einem Standortupgrade umzusetzen und beispielsweise bei dem in NRW gestarteten Prozess des Bürokratieabbaus konsequent im Sinne der Unternehmen zu handeln.
