Seit 2026 gelten neue CBAM Pflichten für Importeure. Die Veranstaltung „CBAM Update 2026“ zeigte kompakt, welche gesetzlichen Änderungen jetzt relevant sind und was auf den Maschinen- und Anlagenbau zukommt.
Mit dem Start der operativen Phase des Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) zum 1. Januar 2026 sind neue Berichtspflichten und Anforderungen an Emissionsdaten verbindlich geworden. Die Web Veranstaltung „CBAM Update 2026 – Gesetzesänderungen und zukünftige Entwicklungen“ bot einen kompakten Überblick über die aktuellen Neuerungen und deren Auswirkungen auf den Maschinen- und Anlagenbau.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die seit Jahresbeginn geltenden gesetzlichen Änderungen im Rahmen des CBAM, die Anna Feldman (Project Manager Climate Neutral Production, VDMA) vorstellte. Ab 2026 dürfen CBAM relevante Waren nur noch von zugelassenen CBAM Anmeldern in das Zollgebiet der Europäischen Union eingeführt werden. Gleichzeitig wurde das bisherige vierteljährliche Meldesystem durch eine jährliche CBAM Erklärung ersetzt, die erstmals im Jahr 2027 für das Berichtsjahr 2026 einzureichen ist.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Anforderungen an die Emissionsberichterstattung. Ab 2026 sind ausschließlich direkte Emissionen berichtspflichtig. Unternehmen können dafür entweder verifizierte Realwerte aus den Produktionsstätten ihrer Lieferanten in Drittländern melden oder – falls diese nicht verfügbar sind – auf Standardwerte der EU-Kommission zurückgreifen. Diese sind konservativ ausgestaltet und mit zusätzlichen Aufschlägen versehen, was zu höheren CBAM Kosten führen kann.
Darüber hinaus wurde ein Ausblick auf die Weiterentwicklung von CBAM gegeben. Diskutiert wurden insbesondere die geplante Ausweitung des Anwendungsbereichs auf weitere, vor allem nachgelagerte Produkte aus Stahl und Aluminium sowie mögliche Anti Umgehungsmaßnahmen. Diese Entwicklungen könnten ab 2028 zusätzliche Teile des Maschinen- und Anlagenbaus betreffen.
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen Praxisaustausch. Dabei wurde deutlich, dass CBAM für viele Unternehmen organisatorische und strategische Herausforderungen mit sich bringt, insbesondere bei der Datenerhebung und der Kommunikation entlang internationaler Lieferketten. Eine frühzeitige Vorbereitung und klare interne Zuständigkeiten wurden daher als entscheidend hervorgehoben.
Veranstalter
Die Veranstaltung wurde von ProduktionNRW angeboten. ProduktionNRW ist das Cluster des Maschinenbaus und der Produktionstechnik in Nordrhein-Westfalen und wird vom VDMA NRW durchgeführt. ProduktionNRW versteht sich als Plattform, um Unternehmen, Institutionen und Netzwerke untereinander und entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen, zu informieren und zu vermarkten. Wesentliche Teile der Leistungen, die ProduktionNRW erbringt, werden aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
