In der Veranstaltung wurde das Thema Forschungsförderung thematisiert. Schwerpunkt war die Förderlandschaft auf Bundesebene.
Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau kann auf eine hohe Innovationskraft setzen. Allerdings stoßen insbesondere KMU in ihren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mitunter an personelle oder finanzielle Limits. Die staatliche Forschungsförderung setzt genau hier an.
Überblick zur Forschungsförderung
Dr. Julian Barnikol, Referent Forschungsförderung, Forschungskuratorium Maschinenbau e. V., bot im Rahmen des Web-Erfas unter dem Titel „Förderung von Forschung und Innovation“ einen Überblick zu den Möglichkeiten und Perspektiven staatlicher Forschungsförderung. Die Veranstaltung legte den Schwerpunkt auf die Industrielle Gemeinschaftsforschung, die Projektförderung und die Forschungszulage.
Die Industrielle Gemeinschaftsforschung stellt sich als Förderinstrument wie folgt dar:
Eigenschaften des Instruments:
• industriegetrieben, vorwettbewerblich, breitenwirksam, themenoffen
Strukturelle Merkmale:
• Bottom-up-Ansatz, langfristige Netzwerke, branchenbezogen, Bearbeitung durch Forschungseinrichtungen, keine Förderung der Unternehmen,
Ausbildung des Ingenieurnachwuchses (z. B. über Doktorarbeiten)
Die Projektförderung stellt sich als Förderinstrument wie folgt dar:
Eigenschaften des Instruments:
• anwendungsorientiert, kooperativ, risikobehaftet und innovativ, marktnähere Entwicklung, themenoffen
Strukturelle Merkmale:
• Top-down-/Bottom-up-Ansatz, Unternehmen stehen im Zentrum der Förderung, Flexibilität, branchenübergreifend, direkter Wissensfluss,
indirekte Nachwuchsförderung
Zur Verbundsforschung ging der Referent spezifisch auf die Programm ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) und KMU-Innovativ ein.
Die Forschungszulage stellt sich als Förderinstrument wie folgt dar:
Eigenschaften des Instruments:
• Förderung von Grundlagenforschung und industrieller Forschung sowie experimenteller Entwicklung, forschungsorientiert, themenoffen,
marktfern bis marktnah
Strukturelle Merkmale:
• steuerliche Förderung (Finanzamt), Förderung von Unternehmen, Rechtsanspruch, kontinuierliche Einreichung
Während der anschließenden Diskussion beantwortete der Referent Fragen zu Antragstellungen, zu weiteren Beratungsangeboten über Fördermöglichkeiten und zu den Perspektiven einer Förderung bestimmter Forschungsvorhaben aus dem Kreis der Teilnehmenden. Fragen zur Forschungs- und Innovationsförderung beantwortet weiterhin: Dr. Julian Barnikol, VDMA Forschung & Innovation, julian.barnikol@vdma.eu.
Veranstalter
Die Veranstaltung wurde von ProduktionNRW angeboten. ProduktionNRW ist das Cluster des Maschinenbaus und der Produktionstechnik in Nordrhein-Westfalen und wird vom VDMA NRW durchgeführt. ProduktionNRW versteht sich als Plattform, um Unternehmen, Institutionen und Netzwerke untereinander und entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen, zu informieren und zu vermarkten. Wesentliche Teile der Leistungen, die ProduktionNRW erbringt, werden aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.


