Grenzenlos innovativ: Horizont Europa, Eureka, ZIM International und IraSME eröffnen Unternehmen attraktive Förderchancen für internationale Forschungsprojekte. Der Artikel zeigt, welches Programm zu welchem Vorhaben passt und wie der Einstieg gelingt.
Internationale Forschungs- und Entwicklungskooperationen eröffnen Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus neue Möglichkeiten, Innovationen voranzutreiben und zusätzliche Fördermittel zu erschließen. Welche Programme dafür zur Verfügung stehen und wie passende Ausschreibungen gefunden werden können, zeigte die Online-Veranstaltung „Wege der Förderung internationaler Forschungsprojekte“, die von ProduktionNRW gemeinsam mit VDMA Forschung und Innovation durchgeführt wurde.
Nach der Begrüßung standen zunächst Dr. Patricia Wolny und Jens Korell vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) mit dem europäischen Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont Europa im Mittelpunkt. Sie erläuterten Struktur, Förderlogik und Beteiligungsmöglichkeiten des Programms, das mit einem Budget von rund 95,5 Milliarden Euro das wichtigste Förderinstrument der EU für Forschung und Innovation ist. Dabei zeigten sie, wie Unternehmen die Arbeitsprogramme nutzen können, um geeignete Forschungsthemen und Ausschreibungen zu identifizieren. Zudem gaben sie einen Ausblick auf die für 2027 geplanten Ausschreibungen mit Relevanz für den Produktions- und Maschinenbau, darunter Themen wie fortschrittliche Produktionstechnologien, Kreislaufwirtschaft, innovative Werkstoffe und Künstliche Intelligenz. Besonders hervorgehoben wurden außerdem europäische Partnerschaften wie Made in Europe, Processes4Planet oder Clean Steel, die wichtige Impulse für künftige Förderthemen setzen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung stellte Georg Nagel von der AiF Projekt GmbH weitere Möglichkeiten der internationalen Forschungszusammenarbeit vor. Im Fokus standen die Förderinstrumente Eureka, ZIM International und IraSME, die Unternehmen bei grenzüberschreitenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten unterstützen. Nagel erläuterte die jeweiligen Förderansätze, die Beteiligungsmöglichkeiten für Unternehmen sowie die Vorteile dieser Programme, insbesondere deren thematische Offenheit, praxisnahe Ausrichtung und vergleichsweise unkomplizierten Zugang zu internationalen Kooperationsprojekten.
In der anschließenden Diskussion beantworteten die Referenten Fragen zu den verschiedenen Förderprogrammen und gaben praktische Hinweise zur Partnersuche, zur Auswahl geeigneter Förderinstrumente und zur Vorbereitung erfolgreicher Projektanträge.
Veranstalter
Die Veranstaltung wurde von ProduktionNRW und VDMA Forschung und Innovation angeboten. ProduktionNRW ist das Cluster des Maschinenbaus und der Produktionstechnik in Nordrhein-Westfalen und wird vom VDMA NRW durchgeführt. ProduktionNRW versteht sich als Plattform, um Unternehmen, Institutionen und Netzwerke untereinander und entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen, zu informieren und zu vermarkten. Wesentliche Teile der Leistungen, die ProduktionNRW erbringt, werden aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

