Zum Inhalt springen

Maschinenbau NRW: Nachfrage bleibt schwach

Der Auftragseingang im nordrhein-westfälischen Maschinen- und Anlagenbau lag im Juli 2026 real um 2 Prozent über dem Vorjahreswert. Während das Inlandsgeschäft um 11 Prozent nachgab, lagen die Bestellungen aus dem Ausland um 10 Prozent über dem Vorjahreswert. Dabei verzeichnete der Nicht-Euroraum ein Plus von 11 Prozent, die Aufträge aus den Euroländern legten um 8 Prozent zu.

Im aussagekräftigeren, weniger schwankungsanfälligen Dreimonatszeitraum von Mai bis Juli 2026 lag der Auftragseingang insgesamt um 4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Sowohl die Inlandsnachfrage (minus 1 Prozent) als auch die Auslandsnachfrage (minus 6 Prozent) gaben nach. Besonders deutlich fiel der Rückgang dabei im Nicht-Euroraum mit einem Rückgang von 8 Prozent aus, während die Bestellungen aus dem Euroraum um 1 Prozent unter dem Wert von 2025 blieben.
 
Der leichte Zuwachs im Juli ist ein positives Signal, darf aber nicht überbewertet werden. Die Inlandsbestellungen bleiben schwach, und auch der aussagekräftigere Dreimonatszeitraum zeigt weiterhin ein Minus im Auftragseingang. Damit bewegt sich der nordrhein-westfälische Maschinen- und Anlagenbau nach wie vor in einem anspruchsvollen Umfeld. Entscheidend wird sein, dass aus einzelnen positiven Impulsen wieder eine breite und tragfähige Nachfrageentwicklung entsteht.