Die Nachfrage im nordrhein-westfälischen Maschinen- und Anlagenbau bleibt schwach: Im Mai 2026 lagen die Auftragseingänge deutlich unter dem Vorjahresniveau – vor allem das Auslandsgeschäft belastet die Entwicklung.
Der Auftragseingang im nordrhein-westfälischen Maschinen- und Anlagenbau lag im Mai 2026 real um 12 Prozent unter dem Vorjahreswert. Während das Inlandsgeschäft um 6 Prozent nachgab, gingen die Bestellungen aus dem Ausland um 14 Prozent zurück. Dabei verzeichnete der Nicht-Euroraum ein Minus von 15 Prozent, während die Aufträge aus den Euroländern um 11 Prozent sanken.
Im aussagekräftigeren, weniger schwankungsanfälligen Dreimonatszeitraum von März bis Mai 2026 lag der Auftragseingang insgesamt um 6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die Inlandsnachfrage ging um 3 Prozent zurück, die Auslandsnachfrage um 8 Prozent. Besonders deutlich fiel der Rückgang in der Eurozone mit minus 13 Prozent aus, während die Bestellungen aus dem Nicht-Euroraum um 5 Prozent unter dem Vorjahreswert blieben.
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich der Maschinen- und Anlagenbau in Nordrhein-Westfalen weiterhin in einem anspruchsvollen Umfeld bewegt. Vor allem die schwache Auslandsnachfrage wirkt dabei belastend. Gleichzeitig befindet sich die Branche in einer Phase der Zurückhaltung: Während auf eine Belebung der Nachfrage gehofft wird, sorgen geopolitische Unsicherheiten und mögliche Engpässe bei Vormaterialien für anhaltende Planungsrisiken.
